Konzeption

 

Terminplaner

Unsere Konzeption


1. Unsere Kita
 
1.1. Träger
 1.2. Gruppen
 1.3. Einzugsgebiet
 1.4. Öffnungszeiten
 1.5. Aufnahme der Kinder/Gebühren
 1.6. Einrichtung und Ausstattung

2. Unser Team

3. Unser pädagogisches Konzept
 3.1. Leitziele für unser pädagogisches Handeln
 3.2. Unsere Kita als Bildungsstätte
 3.3. Unsere pädagogischen Grundüberzeugungen
 3.4. Unsere Bildungsbereiche
 3.5. Unser Tagesablauf
 
3.6. Die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung des Kindes
 
3.7. Eingewöhnung in die Kita

4. Zusammenarbeit mit Eltern

5. Beobachtung und Dokumentation

6. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

 

"Das Gras wächst nicht schneller,
wenn man daran zieht"

Afrikanisches Sprichwort

Liebe Eltern,

Ihr Kind besucht nun unseren Kindergarten. Wir möchten mit den Kindern eine schöne, erlebnisreiche Zeit verbringen und sie in ihrer Entwicklung begleiten und fördern.

Dabei ist uns ein vertrauensvoller Bindungsaufbau sehr wichtig. Nur eine verlässliche Bindung zu den Bezugspersonen gibt den Kindern Sicherheit. Wenn das Kind sich willkommen und wohl fühlt, ist es auch bereit sich für Lernprozesse zu öffnen.

Ein feinfühliger Umgang mit allen Beteiligten soll das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit unterstützen.

Denn nicht nur die Kinder - sondern auch Sie als Eltern - sollen sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Wir wünschen uns eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ihnen, nicht zuletzt auch zum Wohle Ihres Kindes.

Um Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit zu geben, haben alle Mitarbeiterinnen des Kindergartens gemeinsam diese Konzeption erarbeitet und bereits überarbeitet.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen. Bei Unklarheiten oder offenen Fragen bitten wir Sie: Sprechen Sie uns an.

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Kindergartenzeit mit Ihrem Kind und Ihnen.

Das Team des Kindergartens

Zwerge vom Berge e.V.

 

  


1.1. Träger

Träger des Kindergartens ist der Verein Zwerge vom Berge e.V., ein überwiegend von der Elternschaft getragener, anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Der Verein wird durch seinen Vorstand,  aus den Reihen der Eltern, vertreten. Am 01.04.1984 wurde zunächst mit einer Spielkreisgruppe begonnen. Fehlende Kindergartenplätze haben dazu geführt, den Kindergartenbetrieb zu erweitern.

 

 

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1.2. Gruppen

Kindergartengruppen:
Im Hauptgebäude befinden sich die „Elefanten- und die Giraffengruppe“, in unserer Außenstelle am Schäferstuhl die „Schäfchengruppe“.

Eltern-Kind-Gruppe:
Um den Kindern den Kindergarteneintritt zu erleichtern und ihnen erste soziale Erfahrungen außerhalb des Elternhauses zu ermöglichen, wird einmal wöchentlich eine Eltern-Kind-Gruppe angeboten. 

 

 

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1.3. Einzugsgebiet

Unseren Kindergarten besuchen Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet.

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1.4. Öffnungszeiten


Giraffengruppe 7:00 - 15:00 Uhr
Elefantengruppe 7:00 - 15:00 Uhr
Schäfchengruppe 7:30 - 14:00 Uhr

Für darüber hinaus gehende Bedarfe versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten eine Lösung zu finden. So haben wir in der Schäfchengruppe in der Zeit von 14.00 – 15.00 Uhr eine Tagespflege angedockt. Für 5 Kinder übernimmt die Stadt Salzgitter die Kosten.

Unser Kindergarten ist während der Sommerferien 2 Wochen geschlossen. Besondere Schließzeiten zwischen Weihnachten und Neujahr und für einrichtungsbezogene Studientage zur beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiter werden frühzeitig bekannt gegeben. Näheres regelt unsere Kindergartenordnung.

In allen Gruppen bieten wir ein Mittagessen an. Dieses wird uns vom Mütterzentrum geliefert.

Alle Kinder haben die Möglichkeit am Mittagessen teilzunehmen. Kinder, deren Eltern berufstätig sind, können bis 14.00 Uhr bzw. 15.00 Uhr betreut werden.

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1.5. Aufnahme der Kinder/Gebühren

In unseren altersgemischten Gruppen nehmen wir Kinder von 3 – 6 Jahren auf. Die Kinder benötigen eine sensible Eingewöhnung.

Dieser Ablauf wird mit den Eltern geplant und es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Wichtig ist vor allem eine verlässliche Bindung als Fundament für Vertrauen und einem Sicherheitsgefühl.

Seit Sommer 2008 entfallen in der Stadt Salzgitter die Kindergartengebühren.

Die Kosten für das Mittagessen betragen monatlich 45,00 €. Daneben ist ein monatliches Getränkegeld in Höhe von 2,50 €, sowie ein Frühstücksgeld in Höhe von 5,00 € und ein Beitrag für den Nachmittagssnack in Höhe von 3,50 € zu entrichten.

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1.6. Einrichtung und Ausstattung

Das Hauptgebäude verfügt über 2 große Gruppenräume, 1 Bewegungsraum, 1 Kleingruppenraum,  1 Küche, 1 Büro, 2 Waschräume und einen langen Flur.

Das großflächige Außengelände ist in den letzten Jahren mit Hilfe der Eltern naturnah umgestaltet worden. Wir sind darauf sehr stolz, bietet es den Kindern doch vielfältige attraktive Gelegenheiten zum Klettern, Rutschen, Wippen, Schaukeln, Rollern, Matschen, Sich-Verstecken - im Winter selbst zum Schlittenfahren.

Die Schäfchengruppe ist in einer ca. 160 qm großen Wohnung im
Elisabethstift untergebracht. Neben einem Gruppenraum zum gemeinsamen Spielen, gibt es unter anderem einen Bewegungsraum, einen Bauraum, einen Puppenspielraum, einen Waschraum  und eine Küche. Die Raumaufteilung trägt zu einem ruhigen, ungestörten Spielen bei.   

Die Gruppe verfügt über einen eigenen, abgegrenzten kleinen Spielplatz, bezieht aber das wunderschöne Außengelände des Elisabethstiftes und den umliegenden  Wald in ihre Aktivitäten ein. Gerade dieses Eingebettetsein in die Natur und die Nähe zum Wald tragen zu dem besonderen Reiz der Schäfchengruppe bei.

Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich können die Kinder in unseren Kindergruppen vielfältige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen sammeln, die die Grundlage für eine gesunde Entwicklung sind. Dabei stellen den Kindern eine anregungsreiche Lernumwelt zur Verfügung, die sie zum Entdecken, Ausprobieren und Forschen auffordert. So können die Kinder durch aktives Handeln vielfältige Erfahrungen machen und sich Eigeninitiative und Kreativität entfalten. Die Kinder können sowohl ihrem Bedürfnis nach Bewegung als auch nach Ruhe und Rückzug nachgehen.

Mitarbeiter des Städtischen Regiebetriebes kontrollieren wöchentlich die Spielgeräte und überprüfen deren Sicherheit. Defektes wird ausgetauscht, ersetzt oder abgebaut.

 

 

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2. Unser Team, das Herz des Kindergartens



von links: Sandra Schuldt, Sandra  Thymian, Inge Buchholz,
Denise Selke, Lisa-Marie Otto, Katrin Landwehr, Anja Hanck.
vorne: Deniz Reinberger, Janina Bartels.

Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder. Unser Team profitiert von der Vielfalt jedes Einzelnen. Gemeinsam sind wir stark. Wir setzen unsere persönlichen Stärken und Ressourcen/Fähigkeiten in die pädagogische Arbeit ein.

Wir sehen uns als:

Bindungspersonen, die den Kindern Sicherheit und Geborgenheit geben

Begleiter bei Entwicklungs- und Bildungsprozessen

Vorbilder, da die Kinder unser Verhalten nachahmen und Umgangsformen übernehmen

Vermittler von Wissen und Fertigkeiten

Beobachter, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern

Vermittler von Regeln und Grenzen

 

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3.1. Leitziele für unser pädagogisches Handeln

Das Kind steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir respektieren und achten es in seiner Individualität.

Wir wollen ein Stück Alltag miteinander leben, ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, Spaß miteinander haben und voneinander lernen.

Dabei möchten wir im Umgang miteinander zu Toleranz und Verständnis zwischen Kindern und Erwachsenen verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Lebenssituationen beitragen.

Durch altersangemessene Beteiligung der Kinder an Entscheidungen soll Demokratie im Alltag gelebt und die zunehmende Selbständigkeit und  Verantwortungsbereitschaft  gefördert werden.

Wir wollen das Selbstwertgefühl und die Selbständigkeit der Kinder stärken, damit sie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und eigenverantwortlich handeln können.

Wir möchten den Kindern helfen, ihre heutige Lebenssituation zu begreifen und gefühlsmäßig zu verstehen. Sie sollen Handlungsfähigkeiten entwickeln, um spätere Lebensanforderungen selbstbestimmt, kompetent und sozial verantwortlich bewältigen zu können.

Durch eine anregungsreiche Umwelt bieten wir den Kindern vielfältige Lernerfahrungen.

Wir möchten die Kinder bei ihren Bildungsprozessen unterstützen und ihnen  eine Atmosphäre der Geborgenheit und Wärme geben, in denen sie sich akzeptiert und angenommen fühlen.

In unserer pädagogischen Arbeit ist es uns wichtig, die Freude und den natürlichen Wissensdrang der Kinder zu unterstützen. Dabei sollen Kreativität und Phantasie entfaltet werden. Unsere Maxime: Nicht das Endprodukt ist entscheidend – Der Weg ist das Ziel !

 

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3.2. Unsere Kita als Bildungsstätte

"Sage es mir und ich vergesse,

zeige es mir und ich erinnere mich,

lass es mich tun und ich behalte es."

Konfuzius

Das Kind steht im Mittelpunkt.

Es ist Akteur seiner eigenen Entwicklung. Jedes Kind ist von Geburt an mit allen Kräften dabei, sich die Welt anzueignen. Es ist ein geborener Lerner und von selbst bestrebt, die Welt zu verstehen und Hand­lungskompetenzen  zu erwerben.

Bilden kann man sich nur selbst !  Es besteht keine Möglichkeit der direkten Übertragung von Erfahrung, Wissen oder Kompetenzen von Erwachsenen auf Kinder. Sie können ihr Wissen nur aufgrund eigener Erfahrungen durch unmittelbare Begegnung mit Menschen, Gegenständen und Situationen erwerben. Dazu bedarf es vieler Anregungen und einer Atmosphäre, in der Kinder sich angenommen fühlen.

Bildungsprozesse sind immer soziale und kommunikative Prozesse zwischen Kindern oder Kindern und Erwachsenen. Kinder sind auf eine positive Resonanz ihrer Bezugspersonen angewiesen. Dadurch können sie Ereignisse und Erfahrungen als sinn- und bedeutungsvoll bewerten (Ko-Konstruktion). Ohne eine sinnstiftende Kommunikation wä­ren die Kinder von der Fülle der Eindrücke überfordert.

Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell und zu verschiedenen Zeiten. Neurobiologen sprechen von sensiblen Phasen, in denen sich ein Hirnbereich besonders intensiv entwickelt. Diese Phasen, auch „Zeitfenster“ genannt, äußern sich in den Interessen des Kindes und seinen lustvollen Tätigkeiten. Hier benötigen sie die richtigen Inputs für weitere Bildungsprozesse und Zeit um  ihren Interessen nachzugehen.

Wirksame Lernerfahrungen müssen handlungs- und anschauungsbezogen sein und in Alltagszusammenhängen stattfinden. Sind Kinder  mit Interesse und Eifer bei der Sache, sind  die besten Lernvoraussetzungen geschaffen.

 

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3.3.
Unsere pädagogischen Grundüberzeugungen 

Kinder sind aktive Lerner.
Kinder lernen in sozialen Bezügen.
Kinder lernen durch spielerische Aktivität und aktives Spiel.
Emotionale Sicherheit und Zuwendung bieten die Basis für kindliche Lernprozesse und die Entwicklung des Selbst.
Kinder haben das Recht auf Anerkennung ihrer Individualität. 
Wir sichern allen Kindern – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status – Lern- und Entwicklungschancen.
Wir gestalten eine anregungsreiche Lern- und Erfahrungswelt.
Die Erzieherinnen sind Dialogpartner und Impulsgeber.
Wir räumen den Kindern Mitspracherechte ein.
Die pädagogische Arbeit orientiert sich an der Lebenswelt und am Bedarf von Kindern und ihren Familien.

 

 

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3.4.
Unsere Bildungsbereiche

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns an den Bildungsbereichen , die der Niedersächsische Erziehungs-  und Bildungsplan vorgibt. Praktisch werden Bildungsziele stets in mehreren Bereichen zugleich verfolgt. So findet Soziales Lernen und die emotionale Entwicklung auch in anderen Bereichen statt. Die Bildungsbereiche finden sich in allen pädagogischen Angeboten und  Aktivitäten der Kinder wieder, insbesondere auch im Spiel der Kinder. 

  Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

Die Kinder entwickeln im Kontakt untereinander und mit Bezugspersonen die Fähigkeit, sich als Person zu erleben sowie ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Überschaubare Strukturen und eine annehmende Atmosphäre sind dafür unverzichtbar. Verlässliche Beziehungen zu Erzieherinnen und Kindern vermitteln Sicherheit. Für die Entwicklung eines positiven Selbstbildes sind Wertschätzung, Kompetenz- und Autonomieerfahrung notwendige Bedingungen. Sich seiner Gefühle bewusst zu werden, mit negativen Gefühlen und Stresssituationen umzugehen, ist ein wichtiger Schritt beim Erwerb von emotionaler Kompetenz „ Jedes Gefühl ist o.k., aber nicht jedes Verhalten “.

Sozialverhalten lernen die Kinder am besten in Beziehungen zu Gleichrangigen: das Aushandeln sozialer Regeln, die Achtung persönlicher Bedürfnisse und Grenzen, den Ausdruck starker Gefühle und den Umgang mit Konflikten. Sie lernen Rücksicht zu nehmen und Freundschaften zu schließen.

  Körper - Bewegung – Gesundheit

Bewegung ist das Tor zum Lernen und hat zusammen mit der Wahrnehmung eine  Schlüsselfunktion für die Entwicklung der Kinder. Wir bieten den Kindern in unserer Kita sowohl in den Innenräumen als auch auf dem Außengelände und im Wald  vielfältige Bewegungserfahrungen als Anreize für ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder haben Möglichkeiten zum Laufen,  Rennen, Hüpfen, Kriechen, Toben, Schaukeln, Wippen, Rutschen, Klettern, Balancieren usw.

Der Bewegungsraum steht den Kindern den gesamten Vormittag zur Verfügung. Darüber hinaus finden dort auch angeleitete Bewegungsangebote statt.   

Auf eine gesunde Ernährung und Hygiene legen wir großen Wert und vermitteln dieses den Kindern im Kindergartenalltag. Deshalb bieten wir den Kindern täglich ein gesundes Frühstück an. Bei der Zubereitung werden die Kinder beteiligt.

Zweimal täglich putzen die Kinder ihre Zähne. Auch an der Prophylaxe des Gesundheitsamtes nehmen wir teil und jährlich besucht uns die Zahnärztin des Gesundheitsamtes.

Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und die Freude am Lernen

Kinder bilden ihre kognitiven Fähigkeiten, indem sie Erfahrungen durch  sinnliche Wahrnehmungen machen und damit ihr Bild von der Welt formen. Freude am Lernen, Neugier und Lust am Erkunden ist nie stärker ausgeprägt als in diesem Alter. Es ist uns wichtig, die Eigenaktivitäten der Kinder zu fördern und zu fordern.

Sie sollen zum Nachdenken angeregt und motiviert werden. Lösungen sollen nicht vorweggenommen, sondern von den Kindern selbst gefunden werden.  Wenn nötig, unterstützen wir bei der Lösungsfindung.

Sprache und Sprechen

Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmedium.  Sie umfasst sowohl das Sprachverständnis als auch die Sprechfähigkeit. Daher ist es ein wichtiges Ziel, den Kindern die Freude am Sprechen zu vermitteln. Wir beeinflussen mit unserem Sprachgebrauch stark die sprachliche Entwicklung des Kindes und müssen deshalb das eigene Sprachverhalten laufend  reflektieren.

Sprache ist in den Alltag integriert und wird durch die Schaffung geeigneter Sprachanlässe intensiviert. So zum Beispiel durch Gesprächskreise sowie durch musikalische und rhythmische Formen wie Lieder, Reime, Singspiele usw. ,  die sich verbunden mit Bewegung als besonders wirkungsvoll erweisen.

Für diesen Bereich hat sich eine Mitarbeiterin zur Sprachmultiplikatorin ausbilden lassen. Diese Informationen gibt sie an das Team weiter. Dadurch sind alle Teammitglieder sensibilisiert Sprachauffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Zur Sprachförderung gehört der Umgang mit Büchern, Reimen, Geschichten, aber auch mit Buchstaben und Zeichen als Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache.

Ein zusätzliches Highlight für unsere Kinder sind unsere ehrenamtlichen Lesepaten, die uns einmal in der Woche besuchen.

Wir bieten außerdem einmal in der Woche Frühenglisch an. Spielerisch lernen die Kinder den Sprachklang einer anderen Sprache kennen.

 

 

Mathematisches und naturwissenschaftliches Grundverständnis     

Kinder sollen Zeitverläufe, Raum-Lage-Beziehungen,  Gewichte, Mengen und Naturphänomene bewusst wahrnehmen und benennen können. So werden mathematische Vorläufer-Kenntnisse erworben. Im Jahr vor der Einschulung nehmen die Kinder an dem Projekt „Im Zahlenland“ teil.

Darüber hinaus  bestehen in der Kita viele Möglichkeiten zum Experimentieren. Die Kinder sollen ermutigt werden, zu beobachten, zu untersuchen und zu fragen.

Lebenspraktische Kompetenzen  

Unsere Kita bietet den Kindern viele Möglichkeiten, lebenspraktische Kompetenzen neu zu erwerben oder das zu erproben, was sie bereits zuhause gelernt haben. Der Wunsch „etwas alleine tun zu wollen“ ist für Kinder ein besonderer Entwicklungsanreiz. „Hilf mir es selbst zu tun“  ist das Motto der Montessori-Pädagogik. „Etwas selbst tun zu können“, hebt das Selbstwertgefühl und unterstützt die Motivation,  weitere entwicklungsrelevante Fähigkeiten zu erwerben. So ist für kleine Kinder die selbständige Versorgung ein wichtiger Erfahrungsbereich:  sich selbst Ankleiden,  Schuhe anziehen, eigene Toilettengänge,  sich selbst waschen und Zähne putzen, sich selbst das Essen auffüllen und vieles mehr.  

Gute Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten  bietet das Herstellen von Mahlzeiten, die Kenntnis und das Verarbeiten von Lebensmitteln nach dem Motto  „Pommes wachsen nicht in der Tüte“. Wir legen in unserer Kita  großen Wert darauf,  Kindern  elementares Wissen  im  Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln.  Backen, Obstsalat schnipseln -  rühren, wiegen, sich dabei abwechseln, den richtigen Umgang mit dem Messer erlernen usw.  Hauswirtschaftliche Tätigkeiten stehen bei uns hoch im Kurs !

Ästhetische Bildung  

Ästhetik umfasst alles sinnliche Wahrnehmen und Empfinden. Unter ästhetischer Bildung verstehen wir die Ausbildung, Ausdifferenzierung und Entwicklung der Sinne. Da sinnliche Erfahrungen nur durch eigenes aktives Tun gemacht werden können, ist es unsere Aufgabe durch eine anregungsreiche Umgebung und Angebote den Kindern vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen.

In unserer Kita können die Kinder durch Malen, Zeichnen, Kollagen oder plastisches Gestalten kreative Ausdrucksformen und verschiedene Techniken selber erproben und sich aneignen.

Musik stärkt die Sinne, Geist und Persönlichkeit. Das gemeinsame Singen und Musizieren haben einen positiven Effekt auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, auf die Konzentrationsfähigkeit und die soziale Kompetenz.

Elementares Musizieren in unserer Kita bedeutet deshalb vor allem, einen spielerischen Zugang zur Musik zu finden - ob mit Bewegungs-, Klatsch- oder Fingerspielen oder mit Experimentieren rund um Klänge und Geräusche.

Natur und Umwelt  

Die Kinder sollen die Natur als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen kennen und schätzen lernen. Bei Ausflügen in den Wald, aber auch in der Einrichtung werden Interesse und Verantwortungsbewusstsein für die Natur geweckt. Durch Spaziergänge in den Wald wird die Natur im Wechsel der Jahreszeiten und bei unterschiedlichem Wetter erlebt.

„Wir schützen nur was wir kennen und lieben". Wir können die Natur und die Tiere nur schützen und erhalten, wenn wir es schaffen sie den Kindern wieder nahe zu bringen. In unseren Waldprojekten experimentieren die Kinder mit Naturmaterialien, entdecken völlig andere Spielmöglichkeiten – ohne kommerzielles Spielzeug.

Durch verschiedene Angebote wie z.B. Spaziergänge, Wald- und Wiesentage können die Kinder verschiedene Naturvorgänge bewusst erleben und Zusammenhänge in der Natur erkennen.

 

 

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3.5. Unser Tagesablauf

Unser Tagesablauf ist so geplant, dass wir den Kindern ausreichende und zusammenhängende Zeitspannen für das Spielen, Erkunden und andere Aktivitäten zur Verfügung stellen. Dennoch erscheint es uns sinnvoll, den Kindern durch gewisse strukturierende Elemente wie Morgenkreis, Angebot und Abschlusskreis einen festen Rahmen aufzuzeigen, der ihnen Orientierung und Sicherheit vermittelt. Der Tag wird somit für die Kinder überschaubar.

Der Tagesablauf wird jedoch auch flexibel gehandhabt, wenn es das Gruppengeschehen erfordert. Wünsche, Anregungen und Interessen der Kinder werden in den Tagesablauf einbezogen.

Unsere Kita ist ab 7.00 Uhr bzw. in der Schäfchengruppe ab 7.30 Uhr geöffnet. Während der Zeit des Freispiels von 7.00 – 9.30 Uhr können die Kinder in den Gruppen - in der Schäfchengruppe in der Küche - gemütlich frühstücken. Sie können sich innerhalb dieser Zeit entscheiden, wann, mit wem und wie lange sie frühstücken möchten. Sie gießen sich selbst ein und räumen ihr Geschirr weg.

Jeden Montag findet ein gemeinsames Frühstück statt. Dieses wird zusammen mit den Kindern hergerichtet und stärkt das Wir- Gefühl.

An den anderen Tagen haben die Kinder von 8.- 10.30 Uhr die Möglichkeit zu frühstücken.

Um 9.30 Uhr treffen sich die Gruppen zum Morgenkreis. Anschließend beginnt die Angebotsphase.

Unsere Angebote sind altersangemessen strukturiert. Jede Gruppe arbeitet an anderen Themen und Projekten.

Bis zum Abschlusskreis ist nochmals Freispielzeit für die Kinder, je nach Wetterlage- drinnen oder draußen.

Um die Kinder im letzten Jahr auf die Schule vorzubereiten und ihnen den Übergang zu erleichtern, bieten wir ihnen an drei Tagen in der Woche besondere Projekte an. Im Hauptgebäude arbeiten wir dabei gruppenübergreifend.

 

 

Projekte unserer „Vorschulkinder"

Wer bin ich?
Kunst (mit anschließendem Besuch einer Kunstausstellung und des Museums)
Phonologische Bewusstheit (Würzburger Trainingsprogramm) und Reise ins Buchstabenland
Eine Reise ins Zahlenland (Prof. Preiss)
Ablegen einer Erste-Hilfe-Prüfung/Besuch bei der Feuerwehr und im Krankenhaus
Zweitagefahrt mit Übernachtung am Wohldenberg
Wahrnehmungsübungen zur Förderung der Schulreife
Wöchentliche Waldtage
Verkehrserziehung

Feste und Aktionen im Jahreskreis

Rosenmontagsfeiern
• Elternnachmittag
• Gemeinsames Oster- und Weihnachtsfrühstück
• Salzgitter putzt sich
• Sommerfest
• Abenteuerabend
• Laternenfest
• Weihnachtsfeier
• Lichterkirche
• Beteiligung am Weihnachtsmarkt
• Weihnachtsfeier

Aktuelles über unsere Angebote, Projekte und Aktivitäten ist an den Pinnwänden in unserer Kita zu ersehen!

 

 

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3.6. Die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung der Kinder

"Spielen ist Lernen"

Spielen und ist die Hauptaktivität von Kindern im Kindergartenalter. Betrachtet man die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Bildungsprozesse in der frühen Kindheit, so kommt dem Spiel eine besondere Bedeutung zu.

Die elementaren Erfahrungen, die die Kinder im Spiel machen, gewinnen sie durch eigene Aktivität, mit Einsatz ihres Körpers und ihrer Sinne, durch Erproben und Experimentieren. Sie spielen, was sie beschäftigt oder interessiert. Mit Freude, Engagiertheit und aus eigenem Antrieb machen sie so im  Spiel wertvolle Lernerfahrungen.

Kinder kommen nur - über das Handeln –

das aktive Tun - zum Denken!

Die Frei-Spielzeit nimmt in unserem Kindergarten einen breiten Raum ein, da wir darin für die Kinder eine elementare Form der Weltaneignung sehen. Im Spiel setzen sie sich mit ihrer  inneren und äußeren Umwelt auseinander,  können Erlebtes in „ Sinnzusammenhänge“ bringen und ihre Welt „begreifen“.

Spiel hat also für Kinder auch eine therapeutische Funktion. Neben der Verarbeitung von Sinneseindrücken können sie ihre Gefühle ausdrücken und belastende Erlebnisse und Erfahrungen verarbeiten.  

Im freien Spiel geben wir den Kindern ggf. entwicklungsfördernde Impulse (Anregung zum Rollenspiel, Hilfestellung zur Konfliktlösung, Bereitstellung von erforderlichen Materialien usw.)

Wir möchten an dieser Stelle nochmals deutlich machen:

Unser Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung. Wir schaffen eine Spiel- und Lernwelt, die zum Fragen, Entdecken, Erkunden und Ausprobieren anregt. Wir geben den Kindern viele Entwicklungsimpulse in Angeboten, Projekten und im freien Spiel.

 

 

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3.6.
Eingewöhnung in die KITA 

Aller Anfang ist schwer

Wir möchten, dass die Kinder sich bei uns wohl fühlen und gerne zu uns kommen.  Ein guter Kindergartenstart erleichtert die Eingewöhnung.

Mit dem Übergang aus der Familie in den Kindergarten erfahren die Kinder in der Regel die erste Trennung von den Eltern. Wichtige Entwicklungsaufgaben haben sie schon hinter sich gebracht, doch nun müssen sie viel Neues leisten. Sie benötigen eine Zeit der Umstellung und Eingewöhnung. Sie müssen lernen:

die Trennung von ihrer Familie auszuhalten und Vertrauen aufzubauen

sich in der Gruppensituation zurechtzu­finden, sich zu integrieren, ihren  Platz zu finden und Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen aufzubauen

sich gegenüber anderen Kindern zu be­haupten, ihre Wünsche auszuhandeln und Konflikte zu bewältigen

dass es so etwas wie Gruppenbesitz gibt

sich auf einen neuen Tagesrhythmus einzustellen und sich an  Regeln zu halten.

Jedes Kind verkraftet den Eintritt in die Kita entsprechend seiner bisherigen Erfahrungen und seiner Persönlichkeit anders.  Doch sollte der Eintritt nicht als Bruch mit der vertrauten Familienatmosphäre erlebt werden sondern als zusätzliche Bereicherung.

Damit dieses Ziel erreicht wird, gewöhnen wir – gemäß der Ergebnisse der Bindungsforschung – elternbegleitet, bezugspersonenorientiert und abschiedsbetont ein. Das heißt:

Die Eingewöhnungszeit wird behutsam und einfühlsam, gemeinsam mit den Eltern, gestaltet.

Sie wird an die individuellen Bedürfnisse des Kindes angepasst.

Die Kontaktaufnahme zum Kind wird von festen Bezugspersonen geleitet. Sie findet sensibel und schrittweise statt. 

Fragen und Sorgen der Eltern um das Wohlergehen der Kinder werden ernst genommen.

Gegenseitige Absprachen werden verbindlich eingehalten.

Es muss einen klaren Abschied geben.

Um eine sanfte Eingewöhnung gewährleisten zu können, starten die Neuanfänger zu unterschiedlichen Terminen.

 

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4.
Zusammenarbeit mit Eltern 

Wir möchten die Erziehungsarbeit in der Familie unterstützen. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern ist uns wichtig. Ihre Wünsche, Anregungen und kritischen Rückmeldungen sind uns stets willkommen und ermöglichen eine ständige Verbesserung der Arbeit.

Wir verstehen unseren Kindergarten als Lebens- und Erfahrungsraum für Kinder und Eltern. Eltern und Kinder leben in sozialen Bezügen, die sie mit dem Besuch des Kindergartens nicht an der Kindergartentür abgeben, sondern in den Kindergarten hineintragen.

Unsere Kindergartentüren stehen daher auch für Eltern offen. Eltern sind bei uns grundsätzlich  gern gesehen.

Bei der Aufnahme des Kindes in den Kindergarten sollen Eltern die Kinder ein Stück begleiten, um ihnen die Trennung und den ersten Schritt in die neue Umgebung zu erleichtern. Wir legen großen Wert auf einen guten Start ins Kindergartenleben und erwarten daher bei der  Eingliederung, ganz besonders von jüngeren Kindern, die Unter­stützung der Eltern. Durch die Besuche ergibt sich auch die Möglichkeit,  Kontakt und Vertrauen zueinander aufzubauen und unsere Kindergartenarbeit mitzuerleben.

Unterschiedliche Formen der Elternarbeit sind Bestandteil unserer Arbeit. Dem Bedarf an Information, Austausch, Beratung entsprechen wir durch Elternabende, Elternnachmittage, Elternbriefe, gemeinsame Feste, sowie den Eintritt in unseren Verein.

Kurze Gespräche beim Bringen und Abholen der Kinder sind uns wichtig zum gegenseitigen Informationsaustausch. Es liegt uns jedoch viel daran, in regelmäßigen Abständen mit den Eltern in Ruhe ein Gespräch über die Entwicklung ihrer Kinder zu führen. Alle Mitarbeiterinnen stehen daher gern nach Vereinbarung eines Termins zu einem Einzelgespräch zur Verfügung. Wir bitten von diesem Gesprächsangebot regen Gebrauch zu machen. 

Es besteht jederzeit,  nach Absprache mit den Erzieherinnen,  die Möglichkeit in der Kindergartengruppe zu hospitieren.

Auf Mithilfe, Ideen und Unterstützung von Eltern sind wir angewiesen.

Wir freuen uns über die Mitarbeit von Eltern bei Aktivitäten des Kindergartens z.B. bei Ausflügen. Ohne sie sind auch unsere jährlichen Sommerfeste und Laternenumzüge undenkbar. Nur mit ehrenamtlichem Engagement ist unsere pädagogische Arbeit – so wie sie sich darstellt – umsetzbar. Dafür danken wir allen ganz herzlich.

 

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5. Beobachtung und Dokumentation

Kinder beobachten heißt,
ihnen mit Aufmerksamkeit zu begegnen.

Gezielte Beobachtungen und deren Dokumentation sind fester Bestandteil unserer Kindergartenarbeit. Durch sie können wir die Interessen der Kinder, ihre Bildungsprozesse, ihren  Entwicklungsstand,  ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Situation in der Kindergruppe erkennen, festhalten und für unsere Arbeit nutzen. 

Dokumentierte Beobachtungen bilden die Grundlage für

eine Reflexion im Team

weitere pädagogische Angebote/Bildungsprozesse  und Maßnahmen

Gespräche mit Eltern

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Schule, Ärzte, Frühförderung usw. )

Bei Eintritt der Kinder in den Kindergarten führen wir mit den Eltern ein ausführliches Gespräch über die Entwicklung und Interessen der Kinder.

Wir bieten den Eltern in jedem Jahr ein Gespräch über die Entwicklung der Kinder an und unterrichten sie über unsere Beobachtungen. Alle Beobachtungen werden gesichert aufbewahrt, unterliegen dem Datenschutz und werden nicht ohne das Einverständnis der Eltern an Dritte weiter gegeben!

 

 

In unserer Kita  unterscheiden wir zwei Arten von Beobachtungen:

die freie Beobachtung (Dokumentation auf Karteikarten oder in Notizbüchern)

die geplante struktuierte Beobachtung  (Einsatz von standardisierten Beobachtungsbögen)

Die freie Beobachtung

Sie dient dem Erkennen kindlicher Bildungsprozesse. Was interessiert die Kinder? Welche Beziehungen haben sie untereinander und zu Erwachsenen? Was können sie schon?

Bei diesem „wahrnehmenden und entdeckenden Beobachten" geht man davon aus, dass das kindliche Tun „Sinn" macht. Die Situation ist aus dem Erleben des Kindes zu betrachten. Unter diesen Gesichtspunkten kann die Beobachtung als Wertschätzung des Kindes gesehen werden. Ich interessiere mich für dich.

Die struktuierte Beobachtung

Die Beobachtungsbögen der strukturierten Beobachtung ermöglichen es uns einen gezielten Einblick in die Entwicklungsbereiche (z.B. emotionale und soziale Kompetenz usw.) zu erhalten.

Wenn wir Entwicklungsauffälligkeiten feststellen, suchen wir das Gespräch mit den Eltern und holen mit ihrem Einverständnis gegebenenfalls das Wissen und die Hilfe von Fachleuten hinzu.

 

 

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6.
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen 

Frühförderung der Lebenshilfe
• Fachdienst Kinder, Jugend und Familie
• andere Kindergärten z. B. Sprachheilkindergarten
• Grundschulen
• Gemeinde/Dorfgemeinschaft Gitter
• Kinderärzte
• Feuerwehr
• Museum Salder
• Sozialpädiatrisches Zentrum Braunschweig
• Gesundheitsamt
• St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter
• Faschschulen für Sozialpädagogik
• Logopäde
• Kirche/Pastorin
• Polizei
• Stadtbücherei

 

 

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